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CHUM 1205D - KRIEG DER KULTUREN: KALTER KRIEG UND FILME

Type d'enseignement : Wahlkurs

Semester : Sommersemester 2017-2018

Zahl der Stunden : 24

Unterrichtssprache : Deutsch

Vorkenntnisse

aucun

Veranstaltungsbeschreibung

Mit einem gewissen Automatismus sorgte die beginnende Blockintegration seit Ende der vierziger Jahre auch für die Übernahme von Merkmalen der jeweiligen Führungsmacht. Die Hegemonie der Sowjetunion brachte eine tendenzielle „Sowjetisierung“, ebenso wie die Vormachtstellung der USA langfristig eine tendenzielle „Amerikanisierung“ der Gesellschaften nach sich zog. Amerikanisierung und Sowjetisierung meinten dabei vor allen den Einfluss auf die Gesellschaften. Der Druck zur Übernahme der politisch-kulturellen Vorstellungen fiel um so massiver, je mehr die Hegemonialmacht davon den Bestand ihres „Imperiums“ abhängig machte. Besonders anschaulich lassen sie die Bedingungen und Inhalte der Amerikanisierung und Sowjetisierung wiederum am Beispiel der Filme demonstrieren. „Als Quellen sind Filme interessant, insofern sie selbstverständliche zeitgenössische Einstellungen transportieren jenseits der erkennbaren Intentionen der Filme.“ (Wilharm) Zeitgeist und Mentalität der Entstehungszeit eines Films können durch die Analyse der seinerzeit eingefangenen Bilder erhellt werden. In diesem Sinne haben Filme des Kalten Kriegens dann Quellenwert als Überrest, als eine unabsichtliche Überlieferung der Krieg der Kulturen.

Lehrkräfte

SCHOEPFEL, Ann-Sophie (Doktorandin)

Pflichtlektüre

  • Werner Faulstich: Grundkurs Filmanalyse, Stuttgart 2013
  • James Monaco: Film verstehen. Kunst, Technik, Sprache, Geschichte und Theorie des Films und der Neuen Medien. M. e. Einf. in Multimedia. Deutsche Fassung hg. von Hans-Michael Bock. Rowohlt TB, Hamburg 2009 (zur Anschaffung empfohlen)
  • Rainer Rother (Hg.): Bilder schreiben Geschichte. Der Historiker im Kino, Berlin 1991
  • Bernd Stöver, Der Kalte Krieg: 1947-1991: Geschichte eines radikalen Zeitalters, München 2007

Komplementlektüre

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